Position zur lokalen und regionalen Vergabe von Funkfrequenzen für 5G

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Gemeinsame Position von VCI, VDA, VDMA und ZVEI

Breitband und Mobilfunk sind unerlässliche Infrastruktur der deutschen Wirtschaft. Schon heute ist ein Breitbandanschluss notwendige Voraussetzung für ökonomisches Engagement. 5G wird absehbar zum Puls der deutschen Wirtschaft, vor allem im Zusammenhang mit Industrie 4.0.

Der bislang eher unzureichende Ausbau von Mobilfunk und Breitband war bisher vernachlässigbar. Bei beiden Technologien handelte es sich überwiegend um reine Konsumerprodukte, deren Verfügbarkeit als optional betrachtet werden kann. Auf die deutsche Wirtschaft hatte die Verfügbarkeit dieser Technologien noch geringe Auswirkungen. Dies ändert sich, insbesondere mit 5G. Ohne den flächendeckenden Ausbau von 5G wird es keine Industrie 4.0 geben, keine Smart Factories, kein Smart Driving, und kein Smart Farming. Deutsche Technologiefirmen werden keine entsprechenden Exportgüter entwickeln, da ihnen die nationale 5G Infrastruktur als Testbed für neue Produkte fehlt. Die entsprechenden Technologien können dann Jahre später aus anderen Ländern zugekauft werden. Deutschland verliert seinen Status als Exportnation.

Jetzt sollen die zur Verfügung stehenden Frequenzen öffentlich versteigert werden. Für die deutsche Maschinenbauindustrie sind jedoch andere Dinge wichtig: Eine drahtlose Kommunikation in der Fabrik zwischen einzelnen Maschinen braucht kein Angebot von internationalen Telekommunikationsanbietern, die dafür auch noch Gebühren verlangen. Die gemeinsame Stellungnahme von VDMA mit den Verbänden ZVEI, VCI und VDA stellt diese vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen unzureichende Situation dar und fordert frei verfügbare Frequenzen für die Nutzung von 5G.